Robin Conrad (Grüne), Recklinghausen II

Hat die Corona-Pandemie Ihren Blick auf die Apotheken vor Ort verändert – und falls ja, wie?
Robin Conrad: Ich war beeindruckt von der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Apotheken vor Ort. Die Apotheken vor Ort haben verlässliche Arbeit für die Menschen geleistet. Der Regelbetrieb konnte trotz der Pandemie am Laufen gehalten werden. Selbst die kurzfristigen neuen Anforderungen durch die Gesellschaft wurden durch flexible Anpassungen gemeistert: Mit sehr geringem Vorlauf haben die Apotheken das Verteilen von Masken an besonders gefährdete Personengruppen gestemmt. Auch beim Erstellen von Impfzertifikaten zeigen sich die Apotheken als unverzichtbar.

Welche Rolle sollen die Apotheken vor Ort nach der Corona-Krise für die Gesundheitsversorgung der Menschen spielen?
Die Apotheken vor Ort sollten der erste niedrigschwellige Ansprechpartner bei Gesundheitsfragen der Bevölkerung sein: Menschen brauchen kompetente und lokale Beratung bei Fragen zu Arzneimitteln. Auch neue Angebote wie Grippeimpfungen können ein wichtiger Baustein des Gesundheitsangebotes der Apotheken werden. 

Und welche Rolle soll der ausländische Versandhandel künftig einnehmen?
Der ausländische Versandhandel hat für mich wenig Bedeutung für die Arzneimittelversorgung. Das Vertrauensverhältnis zur/zum lokalen Apotheker*in ist immer tiefer als der Kontakt zu einer fremden, anonymen Person im Callcenter.

Haben Sie schon einmal den Nacht- oder Notdienst einer Apotheke gebraucht?
Nein, zum Glück nicht. Es ist aber gut, dass es ihn gibt.

Das E-Rezept kommt – wo werden Sie es einlösen und warum dort?
Ich nehme nicht regelmäßig Medikamente. Wenn ich sie doch einmal brauche, würde ich zu der nächstgelegenen Apotheke gehen. Die sofortige Verfügbarkeit sehe ich als großen Vorteil.

Wie wollen Sie das flächendeckende Netz der Apotheken vor Ort für die Zukunft bewahren und damit die persönliche, flexible pharmazeutische Betreuung der Patienten sichern?
Die Apotheken sollten sich breiter aufstellen können: Neben der Arzneimittelabgabe sollten sie verstärkt für Beratungsleistungen honoriert werden. Durch eine Diversifizierung des Angebotsspektrums können Vor-Ort-Apotheken im Markt bestehen und als ein wichtiger Pfeiler der Patient*innenversorgung gesichert werden.


Robin Conrad

  • geboren 1997
  • ledig
  • Wohnort: Oer-Erkenschwick
  • Beruf: Masterstudent der Politikwissenschaften.
  • Parteieintritt: 2019
  • Wichtigsten politischen Stationen: seit September 2020: Ratsherr im Stadtrat Oer-Erkenschwick, 
  • Mai 2021: Wahl zum Direktkandidaten für den Wahlkreis Recklinghausen II für die Bundestagswahl 2021

Kontakt

Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
E-Mail: apothekerverband@avwl.de

Montag bis Freitag:
8:30 bis 13:00 und 14:00 bis 16:00 Uhr

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