Ein Cocktailabend fürs Immunsystem: Am 12.11.2026 legen viele westfälisch-lippische Apotheken wieder eine Extraschicht ein, um die diesjährige „Lange Nacht des Impfens“ zu veranstalten. Bis in den späten Abend hinein – teils schon vom Morgen an – bieten viele Impf-Apotheken dann insbesondere Grippeschutz-, aber auch Corona-Impfungen an.
Ziel der Langen Nacht ist es, Impfungen ganz unkompliziert zu ermöglichen. „Wir wissen, wie stressig der Alltag vieler Menschen ist. Genau deshalb möchten viele Impf-Apotheken mit der Langen Nacht die Gelegenheit bieten, sich ohne großen Aufwand in der nächsten Impf-Apotheke den Schutz für die kalte Jahreszeit abzuholen“, so Ulf Ullenboom, Vorsitzender der Bezirksgruppe Olpe im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL).
Weil die Aktion in den zurückliegenden Jahren sehr gut nachgefragt worden ist, sollten sich Bürger allerdings einen Termin geben lassen, um Wartezeiten so weit wie möglich zu vermeiden, so Ulf Ullenboom. Welche Apotheken impfen und auch an der Langen Nacht teilnehmen – darüber können sich Bürger zum Beispiel auf den Seiten www.lange-nacht-des-impfens.de informieren. Impf-Apotheken sind auch auf der Seite www.die-apotheken.de zu recherchieren. „Oder einfach in den Apotheken nachfragen“, so Ulf Ullenboom. Er fügt hinzu: „Wer in der Langen Nacht nicht an die Reihe kommt, der kann sich im Übrigen auch an den Tagen danach impfen lassen.“ Auch abseits der Langen Nacht bieten Impf-Apotheken Termine an, häufig auch in Randzeiten wie am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag.
In diesem Jahr ist die Lange Nacht in die erste bundesweite Impf-Aktionswoche eingebettet, die vom 09.11.2026 bis 15.11.2026 stattfindet. Diese soll den Impfgedanken stärken und den Impfschutz fördern, um die Bevölkerung noch besser vor Infektionskrankheiten zu bewahren. Die Impf-Aktionswoche ist vom Bundesgesundheitsministerium initiiert.
Viele gesetzliche Krankenkassen würden die Kosten für alle Versicherte ab 18 Jahren übernehmen, so Ulf Ullenboom. Zum Termin müssten die Impflinge ihre Versichertenkarte mitbringen und nach Möglichkeit auch den Impfpass, falls vorhanden.
„Aktuell sind Zweidrittel derjenigen, die sich gegen die Grippe schützen sollten, nicht geimpft“, so Ulf Ullenboom. Bei den Menschen ab 60 Jahren liege die Impfquote gerade einmal bei 34 Prozent, obwohl die Weltgesundheitsorganisation und die Europäische Union 75 Prozent empfehlen. Denn mit zunehmendem Alter nehme die Schlagkraft des Immunsystems ab, auch wenn man sich noch körperlich fit fühle. Er appelliert noch einmal ausdrücklich: „Bitte nehmen Sie das Angebot von Arztpraxen und Apotheken wahr und lassen sich impfen. Denn die Virusgrippe ist kein kleiner Schnupfen, sondern eine wirklich unangenehme, schwere und manchmal sogar lebensbedrohliche Erkrankung. Prävention ist immer noch die beste Medizin dagegen.“
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