Münster / Gütersloh 09.05.2019
Aktuelles

Wie Apotheker pflegende Angehörige unterstützen

Am 12. Mai 2019 ist internationaler Tag der Pflege. Apotheker tragen dazu bei, Angehörige und Pflegekräfte zu entlasten.

Münster/Gütersloh, 9. Mai 2019. 3,4 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Davon werden 2,6 Millionen zu Hause versorgt – 1,8 Millionen allein durch ihre Angehörigen. Für viele, zumal Frauen der Sandwich-Generation, die sich um Großeltern und Kinder zugleich kümmern, ist die Pflege ein enormer Kraftakt. „Wir Apotheker können sie dabei ein Stück weit entlasten, unterstützen und beraten“, erklärt Dr. Olaf Elsner, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL) in Münster anlässlich des internationalen Tages der Pflege, der in diesem Jahr mit dem Muttertag zusammenfällt.

Gutes Medikationsmanagement

„Neben der eigentlichen Pflege belastet viele Angehörige die Sorge, wenn sich der pflegebedürftige Vater, die Mutter oder der Partner plötzlich verändert, antriebslos und müde wird“, weiß Dr. Olaf Elsner, Apotheker in Gütersloh. Oft aber stecken dahinter nur Umstellungen in der Medikation oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln. Denn Pflegebedürftige werden meist wegen mehrerer Krankheiten zugleich behandelt, gehen zu verschiedenen Ärzten, die jeweils andere Arzneimittel verschreiben. „Bei uns in den Apotheken vor Ort laufen alle Fäden zusammen“, sagt Dr. Olaf Elsner. Mit Hilfe des Medikationsmanagements können Apotheker unerwünschte Wirkungen aufdecken – und somit  dazu beitragen, dass es den Patienten schnell wieder besser beziehungsweise länger gut geht. So lassen sich auch einige Krankenhausaufenthalte vermeiden. Denn bei älteren Patienten gehen etwa zehn Prozent der Einweisungen auf eine internistische Station auf solche unerwünschten Arzneimittelwirkungen zurück, haben Studien ergeben.

Überblick über Arzneimittel

Apotheken helfen auch dabei, den Überblick zu behalten, wann welches Medikament einzunehmen ist. So bieten viele Apotheken in Westfalen-Lippe ihren Patienten, ambulanten Diensten und auch Heimen an, Medikamente individuell je nach Einnahmezeitpunkt im Voraus zu portionieren, erklärt Dr. Olaf Elsner. Das bewahrt Angehörige und Pflegekräfte davor, mehrmals täglich verschiedene Tabletten zusammenzusuchen – und sich dabei vielleicht zu vertun.

Ferner sind Apotheker gut vernetzt, können niedrigschwellig Tipps geben und Adressen nennen, wo es weitere Unterstützungen gibt, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird. Apotheker bieten zudem viele Pflegehilfsmittel, die die häusliche Pflege erleichtern wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettunterlagen. Von den Pflegekassen gibt es dafür monatlich einen Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Euro. Apotheken sind auch behilflich bei der Beschaffung und Genehmigung von Hilfsmitteln – zum Beispiel für die Inkontinenzversorgung. Vor allem aber sind sie vor Ort auch im Nacht- und Notdienst da, wenn Angehörige und Pflegebedürftige einmal akut Hilfe brauchen.

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Kontakt

Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
E-Mail: apothekerverband@avwl.de

Montags, Dienstags & Donnerstags:
8:30 bis 13:00 und 14:00 bis 17:30 Uhr

Mittwochs und Freitags:
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