Münster/Hagen 11.07.2019
Aktuelles

Wenn ein Apotheker seinen Koffer packt

Die Ferien beginnen. Zeit zu packen. Vier Fragen an Jörg Pesch, was ein Apotheker so alles im Koffer hat. Jörg Pesch ist Apotheker in Hagen und Vorstandsmitglied des AVWL.

Wie sieht denn eigentlich die Reiseapotheke eines Apothekers aus? Besonders gut bestückt oder sehr spärlich, weil Apotheker - wie Ärzte auch - oft eher schlechte Patienten sind?
Jörg Pesch: Tatsächlich kümmern sich viele meiner Kollegen um die eigene Gesundheit zuletzt. Meine Reiseapotheke aber ist vorbildlich bestückt. Ich fahre quasi bis an die Zähne bewaffnet in Urlaub und nehme alles mit, was zulässig ist. Meine Frau lacht mich deshalb aus. Sie ist auch Apothekerin. 

Wer von Ihnen beiden behält dann am Ende Recht?
Meistens brauchen wir doch irgendetwas davon. Wenn wir mit Freunden oder Bekannten wegfahren, sind die auch oft dankbar für etwas Hilfe - zum Beispiel, wenn ein Mitreisender im Urlaub zu gut gegessen hat.

Und was sollte der Nicht-Apotheker nun möglichst dabei haben?
Mittel gegen Insektenstiche, Sonnenbrand, Juckreiz, Allergien, alle Erkältungsbeschwerden, Reiseübelkeit, Durchfall und Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, ein Fieberthermometer, Schmerzmittel, Kühlkompressen, Wund- und Heilsalbe, Pflaster, Desinfektionsmittel. Auch an Sonnen- und Insektenschutzmittel denken. Und natürlich die vom Arzt verschriebene Dauermedikation. Letztlich hängt die genaue Zusammensetzung aber auch vom Reiseziel und der Art der Reise ab, also ob man zum Beispiel einen Wander- oder einen Tauchurlaub macht. Wir Apotheker beraten gern über die richtige Zusammenstellung.

Darf man alles überallhin mitnehmen, oder kann es bei der Einreise ins Urlaubsland Probleme geben?
Wenn man außerhalb der EU unterwegs ist, sollte man sich rechtzeitig vorher informieren, gerade was verschreibungspflichtige, individuell benötigte Medikamente angeht. Allerdings ist es gar nicht so einfach herauszufinden, was mitgenommen werden darf. Wirklich rechtssichere Auskunft können einem nur die Botschaft und die Konsulate des Urlaubslandes geben. Besondere Bestimmungen sind generell, also auch innerhalb der EU, für Arzneimittel zu beachten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen - zum Beispiel Morphin.

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