14.11.2017
Aktuelles

Welt-Diabetestag: Frühzeitige Diagnose wichtig

Münster. Mit rund 6,7 Millionen Betroffenen in Deutschland gehört Diabetes mellitus zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Bleibt er unbehandelt, kann es zu schweren Folgeschäden wie Erblindungen, Nieren- und Nervenschäden, Schlaganfällen oder Herzinfarkten kommen. „Allerdings gibt es immer noch viele Betroffene, die gar nicht wissen, dass Sie erkrankt sind“, warnt Dr. Klaus Michels, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL), anlässlich des Welt-Diabetestages am 14. November. Dabei gebe es einige Warnzeichen, die auf eine Erkrankung hinweisen.

Anzeichen für einen Diabetes

„Übergewicht und Bluthochdruck sind dabei sicher die klassischen Risikofaktoren für den häufigen Typ-2-Diabetes“, sagt Michels. Doch auch vermehrter Durst und Harndrang, trockene Haut, starker Juckreiz und allgemeine Abgeschlagenheit könnten auf einen Diabetes hindeuten. Weitere Hinweise seien unbeabsichtigte Gewichtszu- oder –abnahme und schlecht verheilende Wunden. In einigen Fällen sei laut Michels auch eine familiäre Häufung der Erkrankung festzustellen.

Diabetes-Vorsorge in der Apotheke

„Als ersten Anhaltspunkt sollten Patienten ihr Typ-2-Diabetesrisiko in der Apotheke einschätzen lassen“, rät Michels. Dort können unter anderem Blutdruck und Blutzuckerspiegel gemessen werden. Für möglichst genaue Blutzuckerwerte empfiehlt es sich, nüchtern und möglichst am Morgen in die Apotheke kommen. „Zeigt die Untersuchung Auffälligkeiten, verweist der Apotheker an den Arzt, der weitere Tests durchführen und die richtige Therapie einleiten kann.“

Als Vorsorge empfiehlt Michels, einmal jährlich den Blutzucker messen zu lassen – vorausgesetzt natürlich, es bestehen keine anderen Beschwerden, die auf eine Diabeteserkrankung hindeuten. „Und auch wenn viele es nicht mehr hören können: Die wirksamste Möglichkeit, um gar nicht erst an Diabetes zu erkranken, ist und bleibt die Kombination aus gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung.“

Hintergrund: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit. Dabei zerstört das eigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Folge ist ein Insulinmangel. Die Krankheit tritt oft bereits im Jugendalter auf.

 

Beim Typ-2-Diabetes, der rund 90 Prozent der Erkrankungen ausmacht, reagieren Körperzellen zunehmend resistent auf Insulin, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Zur Gegenregulation produziert die Bauchspeicheldrüse noch mehr Insulin, was jedoch die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Hormon weiter beeinträchtigt. Am Ende dieses Teufelskreises kann die Insulinproduktion völlig versagen.

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Kontakt

Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
E-Mail: apothekerverband@avwl.de

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