Warendorf/Münster 09.07.2019
Aktuelles

Steuern sparen mit den Quittungen aus der Stammapotheke

Wer Steuern sparen will, sollte alle Quittungen aus der Apotheke sorgfältig aufbewahren und dann beim Finanzamt einreichen. Darauf weist Thomas Haddenhorst, Apotheker in Oelde und Vorsitzender der Bezirksgruppe Warendorf des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL) hin. 

Bei der Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2018, die bis zum 31. Juli 2019 abgegeben werden muss, können private Ausgaben für Arzneimittel laut Paragraf 33 Einkommenssteuergesetz - im Einzelfall - als „außergewöhnliche Belastungen“ geltend gemacht werden. Neben der gesetzlichen Zuzahlung von fünf bis zehn Euro pro rezeptpflichtigem Medikament kommen dafür auch rezeptfreie Arzneimittel in Betracht wie zum Beispiel Erkältungsmittel. Die medizinische Notwendigkeit der Selbstmedikation kann durch das Grüne Rezept nachgewiesen werden, das der Arzt ausstellt - vergleichbar mit dem rosa Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel auf Krankenkassenkosten.

Kundenkarte nutzen
„Wer seine Quittungen im vorigen Jahr nicht komplett gesammelt hat, kann oft auf die Hilfe seiner Stammapotheke zählen. Deshalb lohnt es sich, falls die Apotheke vor Ort dies anbietet, eine Kundenkarte zu nutzen“, so Thomas Haddenhorst, „denn für die Inhaber der Karte kann meist nachträglich eine Jahresübersicht ausgedruckt werden“, bietet er die Unterstützung vieler Apotheken an, um die Nachweise für das gesamte Jahr 2018 zu erbringen. Der Service könne von Apotheke zu Apotheke variieren.

„Medizinisch notwendige Ausgaben für die eigene Gesundheit können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Das ist eine gute Nachricht für viele Patienten, die Arzneimittel aus der Apotheke benötigen“, sagt auch Berend Groeneveld, Patientenbeauftragter des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). „Zwar gelten eine Belastungsgrenze und eine Einzelfallprüfung bei der Anerkennung der Krankheitskosten. Aber es kann sich trotzdem lohnen, alle Ausgaben in der Apotheke an das Finanzamt zu melden. Als Belege dient das abgestempelte Grüne Rezept genauso wie die Zuzahlungsquittung für das rosa Rezept.“ 

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