Münster 09.07.2021
Aktuelles

Nahezu jede zweite Testapotheke stellt Angebot ein

Nahezu jede zweite Apotheke in Westfalen-Lippe stellt ihr Schnelltest-Angebot ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL). Demnach wollen 33 Prozent der Apotheken keine Bürgertests mehr anbieten. 13 Prozent wollen die Dienstleistung vorübergehend ruhen lassen, bis die Nachfrage nach den Tests wieder deutlich steigt. Weitere 28 Prozent schränken die Öffnungszeiten der Teststellen deutlich ein. 

245 Apotheken haben sich an der Umfrage beteiligt – etwa die Hälfte aller Testapotheken in Westfalen-Lippe.

Zwei Gründe gibt es für die Einschränkung des Testangebots: Zum einen ist aufgrund gelockerter Corona-Regelungen die Nachfrage gesunken. Zum anderen haben Bund und Land die Vergütung für die Schnelltests stark reduziert und zugleich den Verwaltungsaufwand erhöht. „Unter den aktuellen Bedingungen ist das Angebot für die Apotheken vor Ort nicht mehr wirtschaftlich darstellbar“, so Dr. Klaus Michels Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. Vor allem abseits der Großstädte und Ballungsgebiete könne es im ländlichen Raum zu Versorgungsengpässen kommen, wenn nun die einzige Teststelle im Umfeld schließen müsse. Es gehe aber nicht nur um Quantität, sondern auch um die Qualität des Angebots. Denn rechnen werde sich die Leistung künftig nur noch für große Testzentren, die nicht auf kompetentes Fachpersonal setzen, sondern auf kurzfristig angelernte Kräfte.

„Wir fürchten, dass viele der einmal geschlossenen Teststellen nicht mehr reaktiviert werden können, auch wenn wir spätestens mit dem Ende der Sommerferien wieder verstärkt testen müssen, um einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern“, so Dr. Michels. Testen bleibe eminent wichtig, um der vierten Pandemiewelle vorzubeugen. „Die Politik muss daher entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, damit Testungen wirtschaftlich bleiben.“
 

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48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
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