Münster 11.09.2019
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„Man muss sich selbst führen können“

Erst seit Kurzem selbstständig – da sind in Zeiten des Fachkräftemangels und des Wettbewerbs mit dem Versandhandel die Hoffnungen junger Apotheker auf ein Apothekenstärkungsgesetz vermutlich besonders groß. Ebenso ist es die Sorge, dass die Reform keine Verbesserungen bringen könnte. Aber es braucht nicht allein Gesetzesänderungen und Hilfe aus der Politik, um mit der Apotheke Erfolg zu haben: „Sie stehen vor großen Herausforderungen. In dieser Situation spielt die Sozialkompetenz eine entscheidende Rolle“, rät Regina Först den jungen Apothekeninhabern. Das hat die deutschlandweit bekannte Unternehmensberaterin nun beim ersten Treffen der AVWL-Starters, dem Netzwerk des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe für Neumitglieder, den Teilnehmern auf den Weg gegeben.

„Sie stehen vor großen Herausforderungen. In dieser Situation spielt die Sozialkompetenz eine entscheidende Rolle.“

„Was ich heute mit Ihnen bespreche – dafür brauchen Sie nicht auf ein Gesetz zu warten“, so Först. Unter dem Titel „Vom Ich zum Du zum Wir“ erklärt sie, wie es gelingt, zu einer positiven Ausstrahlung der Firma zu kommen – und damit auch draußen bei den Bewerbern und Patienten. Dazu müsse man als Chef erst einmal die eigene Ich-Kompetenz entwickeln, ein gutes Energiemanagement finden. „Man muss sich selbst führen können. Nur dann springt der Funke auf das Team über“, so Regina Först. Nur dann gelinge es, Fachkräfte zu gewinnen – und Kunden.

Eine Botschaft, die die Unternehmensberaterin mit vielen Beispielen - etwa aus dem Fußball - veranschaulicht. Und die die AVWL-Starters in kurzen Workshops und in der Diskussion miteinander weiter vertiefen. Mal im Stehen, mal auf Papphockern sitzend. Ohne Powerpoint-Präsentation, ohne Protokoll und ohne Reihenbestuhlung.

 „Wie man die eigene Persönlichkeit in leitender Rolle entwickelt und wie man aus Mitarbeitern ein Team macht – das wird im Pharmaziestudium nicht gelehrt“, beurteilt Niklas Herkenhoff, einer der Teilnehmer und Apotheker aus Marl, den Mehrwert der AVWL-Starters. Aber nicht nur Informationen und Inhalte machen für ihn die AVWL-Starters aus: „Unter Gleichen zu sein, sich auszutauschen, und zwar nicht nur über den Ärger mit Rabattverträgen und Lieferengpässen, das vermittelt Spaß.“

„Das ist ein frisches Format, um mit Spaß über den eigenen Tellerrand zu blicken.“

„Ziel des Netzwerks ist, den jungen Apothekeninhabern erstens eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Kommunikation zu bereiten, sowie zweitens Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zu bieten, die passgenau auf diese Gruppe zugeschnitten sind und genügend Raum für Gespräche lassen“, bestätigt Apothekerin Manuela Schier, neben ihrer Kollegin Juliane Hermes sowie Hannah Beruda und Daniela Ruhmann aus der Verbandsgeschäftsstelle eine der vier Initiatorinnen des Netzwerks.

 „Das ist ein frisches Format, um mit Spaß über den eigenen Tellerrand zu blicken“, zieht auch Teilnehmer Jan Harbecke, Apotheker aus Münster, am Ende Bilanz. Besonders hat er die Gespräche mit anderen jungen Kollegen geschätzt, die in einer ähnlichen Situation stecken wie er selbst. Vom Ich zum Du zum Wir – das gilt offenbar auch abseits des Rahmenprogramms.

Profitiert aber haben nicht nur die jungen, sondern auch die erfahrenen Apotheker von den AVWL-Starters. Dr. Klaus Michels ist seit mehr als 30 Jahren selbstständig, seit 28 Jahren im Verband aktiv und seit annähernd 12 Jahren dessen Vorsitzender: „Der Austausch mit so engagierten jungen Kollegen gibt frische Impulse und ist für mich ein Gewinn.“
 

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Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
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