04.07.2017
Aktuelles

Neue Hoffnung für Apotheker: CDU/CSU möchten Rx-Versandhandel verbieten

Münster/Berlin. In ihrem am Montag (3.7.) vorgelegten Wahlprogramm sprechen sich CDU und CSU klar für ein Versandhandelsverbot von verschreibungspflichtigen Medikamenten aus. Dr. Klaus Michels, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL), zeigt sich erfreut über diese erneute Bestätigung der Unionsposition.

„Wir garantieren eine gute ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Versorgung durch ein ortsnahes Apothekenangebot werden wir sichern, indem wir den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verbieten“, heißt es wörtlich im Wahlprogramm der Union. „CDU und CSU sprechen sich damit deutlich für die Apotheke vor Ort aus“, sagte AVWL-Chef Michels am Montag. „Wir sind daher zuversichtlich, dass das Thema Rx-Versandverbot in der nächsten Legislaturperiode wieder auf den Tisch kommt“ – vorausgesetzt natürlich, dass die Union nach der Bundestagswahl am 24. September weiterhin an der Regierung beteiligt sein werde.

Das Thema Rx-Versandverbot ist nicht neu auf der politischen Agenda von CDU und CSU: Bereits vor einigen Monaten hatten sich die beiden Parteien für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ausgesprochen. Nach dem EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016, wonach die Arzneimittelpreisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente nicht für ausländische Versandapotheken gelten soll, hatte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) noch im Winter einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der allerdings am Widerstand der SPD-Bundestagsfraktion scheiterte.

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