09.03.2018
Aktuelles

Ländliche Versorgung: AVWL fordert Spahn zum Handeln auf

Westfalen-Lippe. Mit Jens Spahn (CDU) soll nun ein Politiker aus der Region das Bundesgesundheitsministerium leiten. Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) begrüßt die Ernennung des gebürtigen Ahausers zum Gesundheitsminister.

Langjährige Erfahrung als Gesundheitspolitiker

„Dank seiner langjährigen Erfahrung als Gesundheitspolitiker versteht Spahn unser mitunter kompliziertes Gesundheitssystem sehr gut“, sagt AVWL-Vorstandschef Dr. Klaus Michels. „Wir sind daher zuversichtlich, dass er dieses Wissen im Sinne einer modernen und flächendeckenden Gesundheitsversorgung der Bevölkerung erfolgreich nutzen wird.“ Natürlich sei es schade, dass sich Spahn – anders als die meisten seiner Parteikollegen – nicht klar für ein Versandverbot verschreibungspflichtiger Medikamente ausgesprochen habe. „Was aus unserer Sicht jedoch sehr positiv ist, ist die Tatsache, dass Spahn im Kreis Borken und damit in einer eher ländlichen Gegend aufgewachsen ist. Er kennt also die Probleme und Herausforderungen der Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen sehr gut.“

Herausforderung demografischer Wandel

AVWL-Geschäftsführer Hans-Jürgen Simacher ergänzt, dass Spahn mit seinen 37 Jahren einen jungen, frischen Blick auf Themen wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen habe. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit einem Gesundheitsminister Spahn wertvolle Rückendeckung für neue innovative Entwicklungen wie unser Projekt ‚Apotheke 2.0‘ bekommen, in dem wir digitale und analoge Angebote zur Gesundheitsversorgung älterer Menschen in ländlichen Regionen entwickeln“, sagt Simacher.

Eine große Herausforderung sieht er im demografischen Wandel: „Schon jetzt gibt es in weiten Teilen Deutschlands einen Pflegenotstand, vor allem in ländlichen Regionen wie Westfalen-Lippe. Ohne neue und gezielte Maßnahmen wird sich diese Abwärtsspirale in den nächsten Jahren immer weiter beschleunigen.“ Ähnliches gelte für die schwindende Zahl an Ärzten und Apothekern, die bereit seien, ihren Arbeitsmittelpunkt in kleinere Gemeinden und Dörfer zu verlegen. Simacher: „Wenn wir unser flächendeckendes Gesundheitssystem erhalten wollen, muss der neue Gesundheitsminister hier dringend politisch gegensteuern.“

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Kontakt

Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
E-Mail: apothekerverband@avwl.de

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