13.06.2018
Aktuelles

Schmerzmedikamente: Apotheker begrüßen neue Warnhinweise auf Verpackungen

Münster. Um auf die Gefahren längerfristiger Einnahme ohne vorherigen ärztlichen Rat aufmerksam zu machen, sollen rezeptfreie Schmerzmittel nach dem Willen des Bundesrates künftig einen Warnhinweis auf der Verpackung tragen. Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) begrüßt diese Entscheidung. „Schmerzmittel sind keine Bonbons, das ist leider noch immer vielen Patienten nicht bewusst“, sagt AVWL-Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Michels.

Aufklärung in der Apotheke

„Wir Apotheker vor Ort sind verpflichtet, jeden Patienten vor Abgabe eines Medikaments über die Risiken und Nebenwirkungen aufzuklären“, erklärt Michels. Bei Bestellungen im Internet gebe es allerdings häufig nur unzureichende oder gar keine Aufklärung. Damit würden Medikamente zu einem bloßen Konsumgut – laut dem AVWL-Verbandschef eine fatale Entwicklung.

Gefährliche Nebenwirkungen

„Grundsätzlich gilt, dass rezeptfreie Schmerzmedikamente nicht länger als drei bis vier Tage hintereinander eingenommen werden sollten." Je nach individuellen Faktoren wie Begleiterkrankungen, Alter oder Schwangerschaft könne sich die Wirkung ein und desselben Schmerzmittels außerdem deutlich unterscheiden oder für den Patienten sogar gefährlich werden.

Zwar seien Erklärungen und Hinweise in der Packungsbeilage zu finden, „wir Apotheker machen aber häufig die Erfahrung, dass diese nicht gelesen wird.“ Umso wichtiger sei die persönliche Beratung und Aufklärung vor Ort. Als Ersatz für die persönliche Beratung sieht Michels die neuen Warnhinweise deshalb auch nicht, „wohl aber als sinnvolle Erstinformation und Erinnerung.“

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Kontakt

Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
E-Mail: apothekerverband@avwl.de

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