Münster 17.03.2020
Aktuelles

Apotheken vor Ort sind Leuchttürme – und bleiben geöffnet

Die Apotheken bleiben geöffnet. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn versprochen. Das versichert auch Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL). „Der Andrang in den Apotheken vor Ort ist derzeit enorm. Viele Patienten kommen mit ihren Sorgen, Ängsten und Fragen. Die Mitarbeiter beruhigen, beraten und informieren – und tragen dazu bei, Panik zu verhindern. Wir sind ein niedrigschwelliger Ansprechpartner für alle Patienten.“

„Es ist selbstverständlich, dass wir Apotheker in dieser Situation unserer Berufung als Heilberufler folgen und helfen“, so Klaus Michels. Mit Unverständnis reagiert er auf Preissteigerungen für Desinfektionsmittel auf Online-Bestellplattformen. Oder auf die Ankündigung eines Pharmagroßhandels, der Medienberichten zufolge in dieser Situation eine „Servicepauschale“ für Apotheker einführt, wenn diese unter einer Mindestbestellmenge bleiben. 

Am Limit

„Die Apothekenteams sind Leuchttürme in der Krisenbewältigung. Sie sind auf dem Posten – obgleich das für Inhaber, Leiter und die Mitarbeiter in dieser Situation ein großer Kraftaufwand ist“, so Dr. Michels. Mit annähernd 90 Prozent ist der Frauenanteil in den Apotheken sehr hoch. „Viele Mitarbeiterinnen haben Kinder, die nun betreut werden müssen, weil Schulen und Kitas geschlossen sind“, so Dr. Michels. Zugleich arbeiten viele Teams aufgrund des enormen Fachkräftemangels und am Ende der Erkältungs- und Grippesaison ohnehin bereits am Limit.

„Und dennoch kann ich nur an alle Kolleginnen und Kollegen appellieren, weiterhin selbstlos und auf höchstem Niveau ihre Tätigkeit zu verrichten. Wir müssen uns ganz und gar in den Dienst der Sache stellen. Denn zur Bewältigung dieser Krise sind die Apotheken vor Ort von entscheidender Bedeutung. Das Land braucht uns jetzt mehr denn je!“ 

Ein Dank

Die Apotheken erklären, beraten und nehmen den Patienten die Sorgen. Sie räumen Falschinformationen aus, die derzeit in den Sozialen Medien kursieren. Sie verhindern Hamsterkäufe und stellen eine faire, am Patientenbedarf orientierte Verteilung der Mittel sicher. „Auch das müssen wir den Patienten erklären und um ihr Verständnis werben, denn vorrangig sind nun mal: Ärzte, Kliniken, Pflegedienste und Patienten mit schweren Erkrankungen“, so Dr. Michels. Nicht weniger wichtig sei es, Patienten aufzuklären, was pharmazeutisch sinnvoll ist – und von Unnötigem abzuraten. Rabattverträge, Lieferengpässe und falsch ausgestellte Rezepte manage die Apotheke obendrein, so Michels weiter.

Um die eigenen Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu bewahren, investierten viele Apotheken nun in Schutzeinrichtungen wie Plexiglasscheiben. „Auch damit tragen wir dazu bei, dass die Gesundheitsversorgung und die Versorgung mit Arzneimitteln aufrecht erhalten bleibt und sich das Virus nicht noch weiter ausbreitet“, so Michels. Zudem stockten die Apotheken ihre Botendienste auf, damit auch Patienten versorgt werden könnten, die unter Quarantäne stehen oder zu einer Risikogruppe gehören und zu Hause bleiben sollten, um sich keiner zusätzlichen Ansteckungsgefahr auszusetzen. 

„Ich kann mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen nur bedanken, denn sie machen einen herausragenden, verantwortungsvollen Job – sie sind Leuchttürme!“, so Michels Fazit.

zur Übersicht

Kontakt

Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.
Willy-Brandt-Weg 11
48155 Münster

Telefon: 0251 539380
Telefax: 0251 5393813
E-Mail: apothekerverband@avwl.de

Montags, Dienstags & Donnerstags:
8:30 bis 13:00 und 14:00 bis 17:30 Uhr

Mittwochs und Freitags:
8:30 bis 13:00 und 14:00 bis 16:00 Uhr

Ihr Feedback

Schreiben Sie uns!

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.Weitere Informationen