15.05.2017
Aktuelles

Apotheken gratulieren Wahlgewinnern und setzen zwei Themen

Michels: „Klare Kante“ für Rx-Versandverbot und staatliche Mitfinanzierung bei PTA-Ausbildung

 

Münster/Düsseldorf. Nach dem Wahlausgang in Nordrhein-Westfalen hat der Apothekerverband Westfalen-Lippe den Wahlgewinnern CDU mit Armin Laschet und FDP mit Christian Lindner an der Spitze gratuliert und einen klaren politischen Kurs des einwohnerstärksten Bundeslandes vor allem für ein Versandverbot rezeptpflichtiger Arzneimittel und für die staatliche Mitfinanzierung der Ausbildung Pharmazeutisch-Technischer Assistenten (PTA) gefordert.

„Die CDU hat ihren Erfolg offensichtlich ihren deutlichen politischen Positionen zu verdanken, die viele Wähler beeindruckt haben“, sagte Michels, „wir freuen uns, dass die Partei auch bei ihrem Einsatz für ein Rx-Versandverbot klare Kante gezeigt hat.“ Auf Bundesebene habe sich insbesondere Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) schnell, unmissverständlich und kompromisslos für den Erhalt der Apotheken vor Ort und gegen einen durch ausländische Versender ausgelösten ruinösen Preiskampf eingesetzt. „Diese klare Linie vermissen wir leider bei der FDP“, sagte Michels. Sollte es tatsächlich zu einer Regierungsverantwortung der Partei um ihren Vorsitzenden Christian Lindner kommen, „dann hoffen wir, dass sich die FDP in ihrer neuen Rolle für Sachargumente eines Versandverbots öffnet und die von ihr oft postulierte Bedeutung der freien Berufe auch bei uns Apothekern wieder anerkennt.“ Auch zu diesem Zweck sucht der AVWL erneut das persönliche Gespräch mit Lindner.  

In Sachen PTA-Ausbildung erinnerte Michels an die Versprechen, die alle Parteien und nicht zuletzt die  CDU im Vorfeld der NRW-Landtagswahl für eine dauerhafte Landesfinanzierung gemacht haben. Michels: „Wir hoffen, dass es sich dabei nicht nur um Lippenbekenntnisse im Wahlkampf gehandelt hat.“ Bevor SPD und Grüne die staatliche Mitfinanzierung 2013 entgegen ihren Wahlversprechen gestrichen hatten, lag diese bei 73 Euro pro Schüler und Monat. „Es ist absurd, dass Apotheker kostenlos studieren können, während PTAs im Monat knapp 300 Euro Schulgeld selbst aufbringen müssen“, so Michels.

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Willy-Brandt-Weg 11
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