Plettenberg/Münster 20.09.2019
Aktuelles

Apotheke vor Ort ist unverzichtbar

„Die Apotheke vor Ort leistet einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung. Deshalb dürfen ausländische Versandhandels-Apotheken auf keinen Fall besser gestellt werden“, dies betonte der westfälische CDU-Europaabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP - Christdemokraten) Dr. med. Peter Liese bei einem Gespräch mit Vertretern des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe in der Plettenberger „Apotheke am Nocken“. 

Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2016, das ausländischen Versandapotheken Rabatte erlaubt, sehen Apotheker vor Ort die Versorgung der Patienten aufgrund von Preisschlachten in Gefahr. Liese versprach, sich gegenüber der Bundesregierung und der Europäischen Kommission für Änderungen der aktuellen Situation einzusetzen.

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe fordert die uneingeschränkte Gleichpreisigkeit wieder herzustellen. Denn die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel sei für eine sichere und faire Versorgung der Patienten in der Stadt und gleichermaßen auf dem Land unerlässlich, wie AVWL-Vorstandsmitglied Thomas Rochell im Gespräch mit Peter Liese die Position des Apothekerverbands darstellte. Eine Rabattschlacht hingegen gefährdet nach Einschätzung der Apotheker die Patientensicherheit. So fürchtet Thomas Rochell, dass bei Lieferengpässen oder in Zeiten von Epidemien die Preise steigen könnten. Und, dass die kleinen wohnortnahen Apotheken auf dem Land durch die Preisschlacht in Existenznot geraten könnten.

„Ich tu das gern. Ich liebe den Kontakt zu den Patienten auf dem Land. Aber wir brauchen dafür auch die richtigen Bedingungen.“

Dass die Apotheken vor Ort für die Versorgung unersetzbar sind, vermittelte Filialleiterin Kathrin Klewer-Scherer bei einem Rundgang durch die Apotheke von Inhaber Jörg Lehmann, Vorsitzender der AVWL-Bezirksgruppe südlicher Märkischer Kreis. Nacht- und Notdienste, Rezepturherstellungen, Medikationsanalysen, Beratung bei Lieferengpässen oder wenn die Krankenkasse einen neuen Rabattvertrag für ihre Versicherten mit einem anderen Hersteller abgeschlossen hat: All das leisten nach Überzeugung von Kathrin Klewer-Scherer nur die Vor-Ort-Apotheken. Wenn die Patienten nicht mehr gut zu Fuß sind, dann machen ihre Kolleginnen Hausbesuche, um Stützstrümpfe anzupassen, schildert sie nur eine von vielen Dienstleistungen aus dem Alltag, die Apotheken unentgeltlich übernehmen. „Ich tu das gern. Ich liebe den Kontakt zu den Patienten auf dem Land. Aber wir brauchen dafür auch die richtigen Bedingungen“, fügte sie hinzu.
 

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Willy-Brandt-Weg 11
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